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Ausstellung im Kreishaus zu Mythen über die DDR - Eröffnung mit Freya Klier

Fast 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 verblassen die Erinnerungen an den Charakter und die Folgen der SED-Diktatur. Für viele ehemalige DDR-Bürger prägten persönliche Erlebnisse den Alltag, der diktatorische Charakter des Regimes trat in den Hintergrund. Dies bedeutet aber nicht, dass der gesellschaftliche Alltag in der DDR durch die Herrschaft der SED nicht bestimmt worden wäre. Die Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung „DDR: Mythos und Wirklichkeit - Wie die SED-Diktatur den Alltag der DDR-Bürger bestimmte" gibt anhand von bis heute bestehenden Mythen Anstöße zur Auseinandersetzung mit der Diktatur in der DDR.

Im Beisein des Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum und der ersten Beigeordneten Kirstin Gurke wurde die Ausstellung durch Freya Klier eröffnet. Freya Klier verbrachte aufgrund der Inhaftierung ihres Vaters ihr drittes Lebensjahr in einem Kinderheim. Kurz nach ihrem Abitur unternahm sie einen erfolglosen Fluchtversuch aus der DDR. Sie wurde zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie studierte Schauspiel in Leipzig und Dresden. Seit Anfang der 1980er Jahre war Klier in der DDR-Friedensbewegung aktiv. Dies führte 1985 zu einem Berufsverbot. Sie trat seitdem gemeinsam mit Stephan Krawczyk, mit dem sie von 1986 bis 1992 verheiratet war, in kirchlichen Räumen auf. Im November 1987 kritisierten Freya Klier und Stephan Krawczyk gemeinsam in einem offenen Brief an Kurt Hager den gesellschaftlichen Zustand der DDR und forderten Reformen ein. Am 8. November wurde nach vorangegangenem Durchtrennen der Bremsleitungen ein Mordversuch der Staatssicherheit durch im Auto aufgebrachtes Nervengift auf sie und Krawczyk verübt. Das Ministerium für Staatssicherheit nahm am Rande einer Demonstration einige führende Bürgerrechtler fest, darunter auch Freya Klier und Stephan Krawczyk. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Beiden als Staatsfeinde abgeschoben.

Klier lebt heute als freischaffende Autorin und Filmregisseurin in Berlin. Klier berichtete über verschiedene Zeitepochen in der DDR, die von unterschiedlichen Härten der DDR-Obrigkeit gegen ihre Bevölkerung gekennzeichnet war. Es ergab sich unter den knapp 30 Gästen eine Diskussion über die Erlebnisse in der DDR und die Möglichkeiten Nischen zu finden, aber auch düstere Bereiche wurden nicht ausgespart. Hier wurde die Grausamkeit des Systems dargestellt, wenn man in den Fokus von Volkspolizei und Staatssicherheit geriet.

Danach lud Dr. Jochen Arnold, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und Moderator, ein bei Wein noch etwas weiter zu diskutieren. „Diese Ausstellung ist wichtig, gerade für die jüngere Generation. In der Zeit vom 05.-21. Mai 2014 wird im Foyer des Kreishauses Teltow-Fläming die Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung kann in diesem Zeitraum kostenfrei besichtigt und für den Schulunterricht genutzt werden," erläutert der Initiator, Dirk Steinhausen, der die Ausstellung nach Luckenwalde geholt hat.

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