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Gewalt an Schulen in Teltow-Fläming steigt

Hierzu erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum:

" Gewalt an Schulen in Teltow-Fläming ist offenbar trauriger Alltag. Nach der Brandenburger Polizeikriminalitätsstatistik wurden in Teltow-Fläming im Jahr 2010 36 Gewaltstraftaten in Schulen angezeigt, Tendenz steigend. 2008 waren es 24 und 2009 28 Gewaltstraftaten. Hierbei handelt es sich jedoch nur um die bei der Polizei angezeigten Taten, die Dunkelziffer ist weit höher.Die Facetten der Gewalttaten reichen von verbaler Aggression, Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung bis hin zu Raubdelikten und Erpressung.

Diese Feststellungen decken sich mit den Erkenntnissen, die ich bei dem Besuch von Schulen in Teltow-Fläming gewonnen habe. Die Gewaltbereitschaft der Schüler steigt auch in Teltow-Fläming. Es ist daher völlig unverständlich, warum Innenminister Dietmar Woidke ( SPD) gerade finanzielle Mittel für die Präventionsarbeit an Schulen einsparen möchte. Die Präventionsarbeit der Polizei an den Schulen ist ein wichtiger Baustein für die Gewaltvorbeugung an den Schulen. Hier darf nicht gespart werden. Im Gegenteil, es müßten mehr Präventionsbeamte eingesetzt und die Schulen und die Polizei besser vernetzt werden.

Die schlimmen Situationen, die Schüler immer wieder erleben müssen, dürfen kein Tabuthema mehr sein. Denn jeder Schüler, egal welcher Herkunft, hat das Recht auf ein friedliches Lernklima.

Bei den Ursachen, warum Jugendliche gewalttätig werden, lassen sich verschiedenste Faktoren ausmachen, die dann häufig noch in einer ungünstigen Konstellation zusammentreffen. Wer zuhause in der Familie Gewalt als Mittel der Konfliktlösung erlebt, schlägt als Jugendlicher selbst auch eher zu. Hinzu kommen Gruppenzwänge, fehlendes Wertebewußtsein, Perspektiv-und Orientierungslosigkeit und gewaltverherrlichende Comuterprogramme.

Eine wirksame Bekämpfung der Gewaltkriminalität bei Jugendlichen gehört zu den wichtigsten Herausforderungen. Auf der Suche nach Lebensinhalten und Vorbildern brauchen Jugendliche Halt und Orientierung. Eine zentrale Schlüsselrolle der Gewaltprävention fällt dabei der Familie zu. Hier sollten die Grundlagen für ein gutes Sozialverhalten gelegt und beispielsweise gewaltfreie Konfliktlösungen gelernt und Selbstwertgefühl entwickelt werden. Gleichzeitig muss es aber auch  gute Fortbildungsangebote für Lehrer geben. Angesetzt werden muss bei der Gewaltvorbeugung bereits bei Mobbing,Beleidigungen und Schulschwänzerei, um einer möglichen Gewaltentwicklung früh und effektiv vorzubeugen.

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