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50 Jahre deutsche Heimat - Ungarn feiern ihr Jubiläum im Ludwigsfelder Klubhaus

Ludwigsfelde. Vor 50 Jahren schlossen die Regierungen der DDR und Ungarns ein Abkommen um jungen ungarischen Werktätigen das Arbeiten in der DDR zu ermöglichen. Auch das Ludwigsfelder Autowerk brauchte damals Fachleute und bot neben Rostock, Dresden und Bitterfeld den jungen Ungarn die Möglichkeit, zeitlich begrenzt für drei Jahre, in der Automobilbauerstadt zu leben und zu arbeiten. 

Am 12. September 1968 folgten 120 junge Männer diesem Aufruf und wurden im sogenannten Mittelganghaus einquartiert. Ein Teil von ihnen ging nach Ablauf der drei Jahre wieder zurück in ihre Heimat, ein Teil von Ihnen aber fasste Fuß in der neuen Heimat - der Liebe wegen. 50 von ihnen leben noch heute in Ludwigsfelde. So, wie auch György Horkay und Istvan Radocz, damals 22 und 18 Jahren alt. Istvan Radocz kann noch heute genau sagen wie er seine Frau kennenlernte. „Es war der Abend vor dem 7. Oktober, dem Nationalfeiertag der DDR. Ich kam mit meinen Freunden vom Tanz. Dort hatte ich aber meine spätere Frau nicht gesehen. Erst auf dem Weg nach Hause trafen wir sie und ihre Freundinnen“. Heute sind die beiden 47 Jahre lang verheiratet. Bei György Horkay war die Kennenlern-Geschichte fast die gleiche. Auch er ist nun schon 45 Jahre verheiratet. Beide sind inzwischen fest in ihrer neuen Heimat verwurzelt, haben hier Freunde, Familie und Kinder.



Beide Männer sind am vergangenen Freitag mit ihren Frauen ins Klubhaus der Stadt gekommen, auf Einladung von Josef Jagoschitz, auch einem Ungar der ersten Stunden, der heute eine Tierpension in der Stadt betreibt. Josef Jagoschitz wollte dieses Jubiläum nicht verstreichen lassen, ohne eine kleine Festlichkeit. Auch ein Vertreter des ungarischen Botschafters, Dr. Jozsef Vapar, war der Einladung gefolgt, ebenso wie der Landtagsabgeordnete der CDU, Danny Eichelbaum, der Schirmherr dieses Jubiläumstreffen. Er veranstaltet seit dem letzten Sommer unter dem Motto „Die Welt zu Gast in Berlin“ Besuche in den verschiedenen Botschaften in der Hauptstadt an der interessierte Bürger teilnehmen können. „Die erste Botschaft die wir in diesem Rahmen besuchten war die ungarische, so dass der Abend heute für mich auch von besonderer Bedeutung ist“, so Eichelbaum. „Der Kontakt zur ungarischen Botschaft besteht noch heute und so bieten wir auch in Zusammenarbeit mit der Hans von Dohnanyi-Stifung im kommenden Jahr vom 1. März bis 31. Mai ein Praktikumsplatz im ungarischen Parlament an. Wer will, kann sich bis zum 15 Januar dafür bewerben unter  www.parlament.hu/aktual/2011_xcii/index1/bundestag_info

Zwischen den etwa 30 Ungarn die an diesem Abend mit und ohne Frauen ins Klubhaus gekommen sind sitzt auch Paul Beileke, der 1968 stellvertretender BGL-Vorsitzender im Autowerk war und später stellvertretender Bürgermeister der Stadt wurde. Auf die Frage wie die Ungarn damals  von den Deutschen aufgenommen wurden sagt er: “Sie waren beliebt, wurden freundlich empfangen. Sie waren gute Arbeiter, gute Kollegen, wissbegierig, aber sie stritten auch für ihre Sache“. So kann sich Beileke noch gut daran erinnern, wie sie einmal die Arbeit  niederlegten, weil sie mit einer Zeitaufnahme für einen Fertigungsgang nicht einverstanden waren. „Als BGLer musste ich dann vermitteln und die Zeit wurde neu gestoppt. Die Ungarn hatten sich ihr Recht erkämpft. Und so ein Streik war in der DDR nun nicht gerade üblich.“  
Viele Jahre sind seitdem vergangen, und trotz der langen Zeit in der neuen Heimat bleibt die alte Heimat im Herzen. „Und ich bin stolz, wenn ich mit meinen Sohn spreche, dass ich merke, auch in ihm fließt noch ungarisches Blut“, so Istvan Radocz. HA

Quelle: Blickpunkt, 01.11.2018

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