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Regierung plant S-Bahn in drei Varianten

Die Verlängerung nach Rangsdorf wird konkreter - Strecke nach Ludwigsfelde wird weiterhin abgelehnt Die Pläne für den S-Bahn-Ausbau bis nach Rangsdorf schreiten voran. Laut Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) sind alle Eigentumsverhältnisse entlang der geplanten Trasse klar defi- niert. Es gehe jetzt „vor allem um die Frage der notwendigen Grundstücksein- griffe“. Das schreibt die Ministerin in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum und Rainer Genilke.

Die Planer haben verschiedene Varian- ten untersucht. Das Dahlewitzer Gewer- begebiet um die Firma Rolls Royce soll einen eigenen S-Bahnhof bekommen und die Linie S 2 aus Berlin könnte bis nach Rangsdorf fortgeführt werden. Laut Schneider seien eingleisige, einge- schränkt zweigleisige und vollständig zweigleisige Infrastrukturvarianten möglich. Für eine endgültige Variante hat sich die Regierung noch nicht ent- schieden. Auch die Frage, wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, ließ die Artikellayout (Format) wurde nachträglich verändert Ministerin offen.

Dem S-Bahn-Ausbau bis nach Ludwigs- felde erteilte Ministerin Schneider erneut eine Absage. Sie sieht keine Grundlage für derartige Pläne. Die Regionalbahnen zwischen Berlin und Ludwigsfelde würden zukünftig häufi- ger fahren. Ab 2022 soll zusätzlich eine neue Linie über Ludwigsfelde, Flugha- fen BER nach Berlin Ostkreuz einge- führt werden.

Danny Eichelbaum reagiert verärgert. Die Entscheidung der Regierung, die S- Bahn nach Ludwigsfelde abzulehnen, sei nicht nachvollziehbar. „Ich erwarte, dass die Landesregierung endlich auch einen klaren Zeithorizont für die Reali- sierung der S-Bahnverlängerung benennt. Darauf haben die Menschen im Norden des Landkreises einen Anspruch“, sagt er.

„Für Rangsdorf ist das eine wichtige Entscheidung“, sagt Clemens Wudel, ein Rangsdorfer Bürger, der sich seit Jahren für den S-Bahn-Ausbau einsetzt. Die Gemeinde plant, den Bahnhof in Rangsdorf umzubauen und den westli- chen Vorplatz zu erneuern. Dort liegen noch alte S-Bahngleise, da Rangsdorf bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 bereits über einen S-Bahn-Anschluss verfügte.

Wudel befürchtet, dass die S-Bahn- Erweiterung den Bahnhofsplänen in die Quere kommen könnte. „Die Pläne für das Bahnhofsgebäude stammen aus einer Zeit, als die S-Bahn bis Rangsdorf noch in weiter Ferne lag“, sagt er. Wudel hat deshalb bereits im Oktober eine öffentliche Petition an den Bürger- meister und die Gemeindevertretung geschickt, in der er um die Klarstellung dieser Sache bittet. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hatte angekündigt, in einer zukünftigen Bauausschusssitzung auf die Petition zu antworten. Bisher ist das noch nicht geschehen.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 31.01.2019

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