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Presseecho / Landtag

Schöneburg hat kein Geld für marode Gerichte

Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) hat einige für dieses Jahr geplante größere Bauvorhaben an Gerichten auf das Jahr 2017 verschoben. Grund seien Einsparungen für den Doppelhaushalt 2013/14 gewesen, hieß es im Ministerium. Betroffen sind Gebäude in Eisenhüttenstadt (Oder- Spree), Senftenberg (Oberspreewald- Lausitz) und Zossen (Teltow-Fläming). Danny Eichelbaum, rechtspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, forderte, Schöneburg müsse sich gegenüber Finanzminister Helmuth Markov (Linke) durchsetzen.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 23.10.2013

Brandenburgs Justizminister will Jugendarrest lockern

Von M. SAUERBIER. Potsdam - Empörung über Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (55). Der Links-Politiker will dem Jugendarrest einen Kuschel-Kurs verpassen. Noch gelten für die Arrest anstalt (17 Plätze) in Königs Wusterhausen die bundesweiten Regeln: Zu Gittern vor den Fenstern können Strafen wie Besuchsverbot oder Entzug von Büchern kommen.

Der bis zu vierwöchige Arrest wird gegen junge Straftäter (14-21) verhängt, wenn Erziehungs-Maßnahmen wie Verweis und Verwarnung nicht mehr ausreichen, längere Haft aber nicht in Frage kommt. Schöneburg zu BILD: "Die Rückfallquote ist zu hoch. Ich will weg von der Abschreckung und hin zu sozialem Training. Die Jugendlichen sollen sich im Arrest mit dem Problem auseinanderset- zen, das zur Straffälligkeit geführt hat." CDU-Rechtsexperte Danny Eichelbaum (39): "Damit setzt Schöneburg seinen täterfreundlichen Kurs fort. Wir sind gegen Kuschel-Arrest. Jungen Straftätern muss früh gezeigt werden, was Freiheitsentzug heißt!"

Quelle: BILD, 19.10.2013

Erleichterung bei Brandenburgs Ringern - Athleten, Trainer und Funktionäre erfreut über Entscheidung des IOC

Von Jörg Richter. Ringen bleibt olympisch. Nach der positiven Entscheidung des IOC für die älteste olympische Sportart ist auch in Brandenburg mit seinen beiden Leistungszentren in Frankfurt (Oder) und Luckenwalde die Erleichterung groß. Danny Eichelbaum, Präsident des Landesverbandes, war Sonntagnachmittag nach Luckenwalde gefahren, um dort mit Sportlern, Trainern, Funktionären und Sponsoren die Entscheidung des IOC in Buenos Aires abzuwarten. Entsprechend groß war der Jubel, als der scheidende Präsident Jaques Rogge das Urteil verkündete.

"Auch wenn wir nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe waren, so danke ich allen, die mitgeholfen haben, dem Ringkampfsport hierzulande eine Stimme zu verleihen", spielte Eichelbaum auf eine Vielzahl von Aktionen an, die in den zurückliegenden Wochen und Monaten von Brandenburg ausgegangen waren, um der Sportart den Olympiastatus zu retten. So die Fotoaktion, die in Frankfurt ihren Anfang nahm, die Erbsensuppenaktion in Luckenwalde, die er selbst mitinszeniert hatte, bis hin zu Unterschriftensammlungen, der sich sogar die Fußballerinnen von Turbine Potsdam anschlossen. Einer freut sich ganz besonders - und das ist der bislang letzte deutsche Ringer-Olympiasieger Maik Bullmann, der 1992 in Barcelona Gold geholt hatte.

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Ringen um Olympia - Die Mattenkämpfer bangen um die Zukunft ihrer Sportart / Am Sonntag fällt die Entscheidung

Von Detlef Braune. Von 26 000 auf 20 000 ist die Einwohnerzahl von Luckenwalde geschrumpft. Doch klein beigeben wollen die Bürger nicht. Im Gegenteil. Viele haben in den vergangenen Monaten die Muskeln spielen lassen. Nirgendwo anders in Ostdeutschland sind so viele Menschen mit dem Ringkampfsport verbunden wie in der Nuthestadt. "Zeitweilig konnten wir jeden dritten Jungen für unseren Sport gewinnen", erzählt "Ringer-Professor" Helmut Börner, der als Cheftrainer die  Sportgemeinschaft Dynamo zu Beginn der Sechzigerjahre mit aufgebaut hat. Doch dann stockte den Mitgliedern und Anhängern des 1. Luckenwalder SC (LSC), wie der Verein seit der Wende heißt, der Atem. Die Mattenkämpfer wurden im Februar vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auf die Schultern gelegt. Die Sportart sollte 2020 aus dem olympischen Programm gestrichen werden. Ein weltweiter Protest hob an. Nie vorhersehbare Allianzen wurden geschmiedet. Der Weltverband der Ringer hob seinen Präsidenten aus den Angeln, Regeln auf der Matte wurden verändert. Der Sturm der Entrüstung mündete in eine letzte Chance im Überlebenskampf. Im Mai setzte die IOC-Exekutive bei ihrem Kongress in St. Petersburg Ringen wieder auf die Liste der möglichen Sportarten für die Olympischen Sommerspiele 2020. Ringen überstand damit neben Baseball/Softball und Squash die letzte Ausscheidungsrunde vor der endgültigen Abstimmung, die am Sonntag in Buenos Aires erfolgt. Klettern, Karate, Rollschuhsport, Wakeboarden und die chinesische Kampfkunst Wushu schieden aus. Nach dem Schock im Winter waren die Mattenfüchse in die Offensive gegangen. Der Deutsche Ringer-Bund sammelte in kurzer Zeit 140 000 Unterschriften.

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