Neues Sicherheitskonzept vom Justizministerium - Brandenburgs Justiz wird wieder bewaffnet
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- Mittwoch, 11. August 2021 10:26
Märkische JVA-Mitarbeiter waren bislang unbewaffnet. Nun sollen sie Einsatzstöcke erhalten, sagt das Sicherheitskonzept von Justizministerin Hoffmann (CDU).
Potsdam - Die Mitarbeiter in Brandenburgs Justizvollzugsanstalten sollen zum Schutz vor gewaltbereiten Gefangenen künftig mit Schlagstöcken ausgestattet werden. Bislang ist Brandenburg das einzige Bundesland, in dem Justizbedienstete völlig unbewaffnet ihren Dienst tun: Die bis dahin in den Anstalten vorhandenen Schusswaffen waren unter Ex-Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) abgeschafft worden. Beim Transport gefährlicher Gefangener musste seitdem die Polizei aushelfen.
Die Einführung der offiziell als „Einsatzstöcke“ bezeichneten Hiebwaffen ist Teil eines neuen Sicherheitskonzepts für den Justizvollzug, das Ministerin Susanne Hoffmann (CDU) am heutigen Dienstag in Potsdam vorstellen will. Es liegt dieser Zeitung vorab vor und ist nach Informationen dieser Zeitung mit den Koalitionsfraktionen abgestimmt.

Ansprechpartner: Patrick Nelte